Auf was beim Wanddurchbruch achten?

Werden Umbaumaßnahmen oder größere Renovierungen vorgenommen, kommt oft der Gedanke, ein zusätzliches Fenster oder eine weitere Türe einzubauen. Dazu muss jedoch erst einmal eine hole-1243311_640Wand weichen, beziehungsweise ein Durchbruch gemacht werden. Für einen solchen Durchbruch muss nicht zwingend ein Fachbetrieb gerufen werden. Dieser kann auch ganz einfach von jedem handwerklich geschickten Heimwerker selbst gemacht werden. Dennoch müssen dabei ein paar grundlegende Dinge beachtet werden. Vor allem die Statik muss dabei beachtet werden. Auch an eventuell in der Wand verlaufende Leitungen oder Bauvorschriften muss vor einem Durchbruch geachtet werden. Denn ein Mauerdurchbruch an einer tragenden Wand ist keineswegs eine Kleinigkeit. Deshalb muss im Vorfeld der Bauplan des Hauses genauestens geprüft werden. Im Zweifelsfall kann auch ein Statiker zurate gezogen werden.

Tragende und nicht tragende Wände

Auch wenn ein Wanddurchbruch an sich keine schwere Sache ist, sollte, um teure Folgeschäden zu vermeiden, ein sorgfältiger Plan der Vorgehensweise erstellt werden. Sollte der Bauplan des Hauses nicht vor Ort sein, kann dieser im zuständigen Bauaufsichtsamt eingesehen werden. Ist wieder erwarten auch dort kein Plan mehr vorhanden, muss ein Statiker hinzugezogen werden. Werden nämlich tragende Wände beschädigt, besteht unmittelbare Einsturzgefahr.

Eine tragende Wand ist für den Laien nämlich nur schwerlich von einer nicht tragenden zu unterscheiden. Sicher ist jedoch auch für den Heimwerker, dass Außenwände immer tragend sind. Um hier einen Durchbruch zu machen, muss mit größter Vorsicht gearbeitet werden. Das Risiko von Komplikationen steigt dabei mit der Größe des geplanten Durchbruchs.
Um nicht tragende Wände zu erkennen, gibt es ein paar Merkmale. Hohle Wände sind nie tragend. Hier handelt es sich um Trockenbauwände. Dabei können jedoch Leitungen im inneren verlegt sein. Auch hier sollte bei Unsicherheit ein Fachmann gefragt werden.

Welches Werkzeug

Die einfachste aber auch anstrengendste Methode für einen Durchbruch, ist der Einsatz von Hammer und Meißel. Jedoch ist diese Methode nicht nur sehr anstrengend, sondern dauert auch noch sehr lange. Diese Variante lohnt sich also nur bei kleinen Durchbrüchen. Einfacher geht es mit einem Schlagbohrhammer. Mit diesem schweren Gerät muss man aber Acht geben, nur so viel wie für den Durchbruch nötig zu entfernen.
Die beste und einfachste Methode ist der Einsatz eines Winkelschleifers. Passend dazu gibt es Diamantscheiben mit denen Wände problemlos aufgetrennt werden können. Für Runde, kleine Durchbrüche wird am besten ein Kernbohrer verwendet. Dieser fräst, besetzt mit Industriediamanten, ein Loch in die Wand, wobei er den ausgeschnittenen Teil in sich behält.