Steuerliche Absetzung der Renovierung

Tipps für die Besitzer von Eigenheimen

taxes-824652_640Die Rückzahlung von Renovierungskosten für Besitzer von einer eigenen Immobilie durch das Finanzamt ist auf die Handwerkskosten beschränkt. Als Steuerermäßigung werden diese Kosten in Höhe von 20% berücksichtigt. Zur Zeit beträgt der vom Gesetzgeber festgelegte Höchstbeitrag 1.200 Euro jährlich. Allerdings sind nicht sämtliche Handwerkspositionen komplett anrechenbar. Die Finanzämter sehen keine Probleme in diesen Bereichen:

• Kosten der Handwerker für das Streichen von Decken, Wänden und das Tapezieren

• Kosten der Handwerker für Reinigung und Ausbesserungen von Bodenbelägen (ausgeschlossen Neuverlegung von Teppichböden, Parkett, Laminat usw.)

• Ausgaben für Ausbesserungen an Decken und Wänden, z.B. die Auffüllung und Entfernung von Rissen

• Ausgaben für das Ausbessern und Streichen von Fenstern, Türen, Rohren und Heizkörpern

• Kosten für minimale Reparaturen an Einrichtungen für die Wasseraufbereitung, Heizungsanlagen etc. Vollständige Wartungskosten sind nicht absetzbar.

Der Eigenheimbesitzer besitzt eine Nachweispflicht über die Entstehung und Regulierung der Renovierungskosten gegenüber dem Finanzamt. Vorab muss der Leistungsempfänger die Überweisung der Rechnungssumme auf das Konto des Handwerksunternehmens vornehmen. Das bedeutet, Barzahlungen – auch unter Vorlage der Rechnung – werden vom Finanzamt nicht anerkannt. Renovierungskosten werden im Vergleich zu Eigenheimen und Mietobjekten als Werbungskosten behandelt und sind dadurch nicht komplett steuerlich absetzbar. Nur bei einem Mehrfamilienhaus, die der Vermieter auch selbst bewohnt, erfolgt das Herausrechnen des eigengenutzten Anteils.

Die Finanzierung der Renovierungskosten

Es kommt vor, dass das notwendige Kapital nicht immer vorhanden ist, wenn eine Renovierung notwendig wird. Reicht das Geld nicht aus, muss eine entsprechende Finanzierung für die Kosten geschaffen werden.

• Bein einer großen Renovierung muss üblicherweise ein Hypothekendarlehen genutzt werden.

• Zur Abdeckung von minimalen Arbeiten kann auch ein klassischer Ratenkredit oder ein besonderer Kredit für die Renovierung dienen.

• Die Förderfähigkeit von Renovierungsarbeiten ist zu überprüfen. Speziell die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) offeriert in diesem Bereich unterschiedliche Programme mit interessanten Förderungen.

Bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit stehen als zinsgünstiges Darlehen Hauseigentümern von der KfW zur Verfügung. Hauseigentümer erhalten additional einen Tilgungszuschuss. Damit ist das Darlehen in den ersten zehn Jahren sehr preiswert. Zur Förderung zählen u.a. die Erneuerung von Fenstern, Türen und der Heizung, der Lüftungsanlageneinbau, die Wärmedämmung von Dachflächen und Außenwänden. Nur die Planung der Sanierungsmaßnahmen mit einem Energieberater ist Voraussetzung für die Förderung. Dieser bestätigt gegenüber der KfW die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen. Ohne diese Bestätigung findet keine Bearbeitung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau statt. Auch bei einer Selbstfinanzierung von 100% bei einem Umbau können Zuschüsse beantragt werden.